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  • Steven Schmidt vom RSV - Plauen holt in Berlin den deutschen Junioren - Meistertitel im Schwergewicht.

Beim Leipziger Ex-Europameister Horst Stottmeister leuchteten die Augen, als er erfuhr, dass ein Ringer aus dem Leistungsstützpunkt Leipzig im Berliner Sportforum am vergangenen Wochenende den Deutschen Juniorentitel im Schwergewicht gewonnen hat. An gleicher Stelle hatte der Leipziger Ausnahmeringer 1970 den Europameistertitel für die DDR gewonnen. „Solche Momente vergisst man nicht“, erinnert sich Stottmeister an den Moment, als er vor dem Bulgaren Iliev und dem Rumänen Iorga auf dem Siegertreppchen ganz oben stand und hofft, dass möglichst schnell wieder ein Sachse in seine Fußstapfen tritt. Und Steven Schmidt könnte einer sein, der nach langer Durststrecke wieder internationale Titel und Medaillen für den Ringer-Verband Sachsen holen könnte. Der junge Ringer vom Plauener RSV trainiert am Leistungsstützpunkt Leipzig unter den Fittichen des nunmehr 16-fachen Deutschen Meisters Sven Thiele. Selbst der würde sich freuen, wenn ihm bei nationalen Titelkämpfen ein Ringer aus der Region die Stirn bieten würde. Doch einmal mehr zog der für den SV Halle kämpfende Schwergewichtler bei den Deutschen Titelkämpfen, die Anfang März in Aalen ausgetragen wurden, seine Kreise und gab im gesamten Turnier, bei seinem 16. Titelgewinn in Folge nicht einmal einen Punkt ab. Auch Steven Schmidt schnupperte in Aalen erstmals die raue Luft bei Männermeisterschaften, gewann bei seinem Debüt einen Kampf und schied nach einer Niederlage gegen Markus Hamann (TuS Jena) aus dem Titelrennen der Männer aus. Platz acht gab dem jungen Spitzenstädter jedoch genügend Auftrieb, um sich zielgerichtet auf die Juniorenmeisterschaften vorzubereiten.
In der Vorrunde siegte Steven Schmidt in Berlin gegen Stefan Messing (KAV Mansfelder Land), sowie gegen Patrick Haffner (KV Riegelsberg/SRL) und zog damit ins Meisterschaftsfinale ein. Dort ging es am Sonntagmittag gegen Titelverteidiger Jens Brosowski vom SV Albrechts. Das Duell ging über drei Runden, wobei Schmidt im dritten- und entscheidenden Durchgang mit einem Beinangriff den Gesamtsieg sicher stellte.
„Steven hat ein starkes Turnier gerungen und sein Können in die Waagschale geworfen“, freute sich Stützpunkttrainer Sven Thiele über den Erfolg seines Schützlings. „Nun müssen wir vor allem im Kraftbereich aufbauen“, fehlt es dem Plauener, der knapp über 100 Kilo wiegt gegen seine Kontrahenten, die auf das 120-Kilo-Limit abspecken müssen, aus Sicht des Trainers in der schwersten Kategorie noch Einiges an Masse.
Mit dem Deutschen Meistertitel steht der Name von Steven Schmidt auch im Notizbuch von Bundestrainer Alexander Leipold, der bei den Kämpfen im Berliner Sportforum dabei war und sich einen Eindruck über das Leistungsvermögen seiner Auswahlkader – und von denen, die es werden wollen – verschaffte. „Steven Schmidt wird zu den Trainingslehrgängen der DRB-Juniorenauswahl eingeladen und soll vom 18. bis 20. Mai beim international hoch dotiertem Al Romaniei Turnier im rumänischen Pitesti mitringen. „Mit Nick Matuchin (Luckenwalde), Jens Brosowski (Albrechts) und Steven Schmidt (Plauen) haben wir drei gute Ringer, die sich nun bei internationalen Aufgaben bewähren müssen“, wird Leipold die DRB-Auswahl für die Junioren-Europameisterschaft vom 26. Juni bis 1. Juli in Belgrad (Serbien), sowie die Junioren-Weltmeisterschaft vom 21. bis 26. August in Peking erst in den kommenden Wochen endgültig nominieren. Eine Chance besteht also für Steven Schmidt, in seinem letzten Juniorenjahr doch noch ins internationale Fahrwasser zu gelangen. Der Deutsche Meistertitel am vergangenen Wochenende war dazu der erste wichtige Schritt.

Pressebericht Vogtlandanzeiger unter Vogtlandsport.de Jörg Richter







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